Im Spannungsfeld |1


Betrachtungen von
Quentin Quencher


Paperback
BoD 2018
ISBN: 9783748112433
€ 12,-


EBook folgt in Kürze
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Wie dieses Buch entstand – Das Vorwort


In mehr als einem halben Jahrzehnt als Blogger sind eine Vielzahl von Texten zusammen gekommen. Oft ist es nur Tagesaktuelles, eine Bezugnahme auf eine Nachricht, manchmal aber zwingt dieses Eingehen auf die Tagesaktualität dazu, etwas grundsätzlicher zu werden.

 

Dies war der erste Punkt, nach dem die hier vorliegenden Texte sortiert wurden. Welche der Artikel gehen über den Moment hinaus? So ca. zehn Dutzend sind übrig geblieben – zu viel für ein Buch, außerdem sind sie thematisch auch noch sehr unterschiedlich. Deshalb ist dieses Buch hier nun als Anfang einer Reihe konzipiert, in der es immer um spezielle Themenfelder geht. In Diesem  um Ökologismus, Nachhaltigkeit, den Debatten um den Klimawandel und natürlich, um die Energiewende als die herausragendste politische Aktivität in diesem Kontext. Weitere werden folgen und dann, unter anderem, weitere Spannungsfelder der Gegenwart besprechen. Utopien und Dystopien werden dabei sein, das Megathema Flüchtlinge und Einwanderung natürlich auch, doch das ist nur ein erster Ausblick.

 

Hier nun, in der ersten Textsammlung aus den Spannungsfeldern der Gesellschaft, geht es hauptsächlich um den Ökologismus und dessen Unterkategorien, beispielsweise der Nachhaltigkeit oder dem Klimawandel. Oft wird gerade eben in diesen Diskursen mit wissenschaftlich erscheinenden Argumenten in der Öffentlichkeit mehr agitiert als argumentiert.

 

Diese Agitation, deren Basis immer die grünen Weltbilder sind, hat sich in fast allen Bereichen der Gesellschaft breit gemacht, sie ist in ihrer Gesamtheit davon betroffen, nichts wird ausgeklammert, überall steht als oberstes Prinzip die Nachhaltigkeit und somit der Ökologismus darüber. Kunst, Kommerz, Religion, Familie, nichts bleibt wie es war, alles soll nun nachhaltig und ökologisch sein.

 

Spätestens nun sollte klar sein, dass ein neuer Hegemon von Land und Leuten Besitz ergriffen hat. Nicht in Form eines leiblichen Diktators, sondern einer Ideologie, einer Weltanschauung, einer neuen Religion. Der Ökologismus ist in seiner Wesensart eine totalitäre Ideologie, sie durchdringt alle Lebensbereiche und lässt keine Pluralität zu.

 

Der Schlüsselbegriff, dem letztlich alles Tun und alles Denken untergeordnet wird, heißt Nachhaltigkeit. Während über andere Dinge gestritten wird, den Klimawandel etwa, so wird die Nachhaltigkeit, die Narrative die damit transportiert werden, kaum einer kritischen Betrachtung unterzogen.

 

Und wenn es schon einmal einen Disput darum gibt, so stehen wissenschaftlich erscheinende Argumente im Vordergrund. Dabei kann es noch nicht einmal als gesichert angesehen werden, ob die Natur, auf die sich die Ökologisten immer beziehen, überhaupt das Prinzip Nachhaltigkeit kennt. Wäre nämlich die Theorie von den ausbalancierten ökologischen Systemen richtig, dann würde das bedeuten, es gibt keine Evolution. Diese Aussage lässt sich auch wissenschaftlich begründen, über dynamische Systeme und warum die sozusagen von einer Unordnung in die andere fallen.

 

Doch ich werde hier nicht den gleichen Fehler begehen wie in der Klimadebatte üblich, in der gegenteilige Aussagen jeweils zur absoluten Wahrheit aufgeblasen werden, und beschränke mich auf das Betrachterische. Die sich ergebenen Spannungsfelder in der Gesellschaft, zwischen Ideologie und Realität, zwischen Glauben und Wissen, Theorie und Praxis, lassen sich auf diesem Wege wahrscheinlich besser darstellen.

 

Dieses Buch, wie auch die folgenden, soll also ein Plädoyer für den Disput in den Spannungsfeldern der Gesellschaft sein. Denn genau den fürchtet der Hegemon, seine Macht steht dann zur Disposition. Wenn über Wege, ja selbst über Weltbilder gestritten wird, dann hat der Mensch noch die Wahl, folgt er nur einer Verkündung, die einer Offenbarung gleich auf ihn herab gesandt ist, dann nicht mehr.

 

Streiten wir uns also.